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Heinrich RomanAbt

15.1.1883 Bünzen, 27.3.1942 Bünzen, katholisch, später konfessionslos (?), von Bünzen. Sohn des Heinrich Eugen (->) und der Anna geborene Scherer. Marie Olga Moser, Tochter eines Hoteldirektors. Kantonsschule Aarau, 1906 dipl. Ing.-Agr. der ETH, 1910 Dr. iur. der Universität Zürich, 1911 aargauischer Fürsprech und Notar. 1912 Übernahme des väterlichen Hofs. Anwaltspraxis in Wohlen (AG). 1917-1941 Grossrat (Präsident 1923-1924), 1919-1942 Nationalrat als Nachfolger seines Vaters (Präsident 1932). Ursprünglich Freisinniger, 1919 Mitgründer und führendes Mitglied der Aargauer BGB. 1921 Urheber der Motion Abt, die eine Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit von 48 auf 54 Stunden vorsah. Heinrich Roman Abt verstand sich als Brückenbauer zwischen Industrie und Landwirtschaft. Zuerst radikal-kulturkämpferisch ausgerichtet, sah Abt in den 1930er Jahren sein politisches Ziel in der Einigung der bürgerlichen Parteien (Bürgerfront) zur Bekämpfung von Sozialismus und Kommunismus. 1940 zeigte er anpasserische Neigungen. Zusammen mit seinem Schwager Josef Käppeli leitete er die Anbauschlacht ein. Zahlreiche Verwaltungsratsmandate, unter anderen Aargauische Elektrizitätswerke, Nordwestschweizerische Kraftwerke, Schweizerischer Bankverein. 1920-1942 Präsident des Verbandes Aargauischer Hutgeflechtsfabrikanten.

Quellen und Literatur

  • Gruner, Bundesversammlung 1, 637 f.
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 15.1.1883 ✝︎ 27.3.1942

Zitiervorschlag

Anton Wohler: "Abt, Heinrich Roman", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.02.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003741/2001-02-20/, konsultiert am 13.04.2024.