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MarcHéridier

6.11.1840 Chêne (Gem. Thônex), 19.3.1919 Chêne-Bourg, kath., christkath. und dann konfessionslos, von Chêne-Bourg. Sohn des Jean, Kaufmanns, Tuch- und Lebensmittelhändlers sowie ersten Bürgermeisters von Chêne-Bourg, und der Andréanne geb. Baud. Françoise Auvergne, Modistin, Tochter des Jean-Pierre, Grundbesitzers. Rechtsstud., Aufenthalt in Deutschland. Notar und Bankangestellter in Belgien. 1861 übernahm H. die väterl. Handelsfirma. 1864-75 war er Steuereinnehmer, 1868-69 Mitglied sozialist. Organisationen. Als Gemeinderat (Legislative) von Chêne-Bourg setzte er sich dafür ein, dass die Eisenbahnlinie durch die Ortschaft geführt wurde, und forderte vom Bund den Erwerb des Bahnnetzes. Er war 1871 einer der Vorkämpfer der altkath. Bewegung von Genf und 1881-87 Mitglied des Synodalrats der Schweiz. Christkath. Kirche. 1870-78, 1880-84, 1892-94 sowie 1910-13 vertrat er die Radikalen im Genfer Grossrat, 1875-79 sowie 1880-83 im Staatsrat und 1883 sowie 1892 im Ständerat. H. war 1871 an der Abschaffung der Todesstrafe, 1872 an einem Gesetz zur Verbesserung des Schulwesens sowie zur Gründung der Univ. Genf und an der Neuorganisation der Polizei beteiligt. Im Kulturkampf erwies sich H. als unbeugsamer Gegner Roms.

Quellen und Literatur

  • Gruner, Bundesversammlung 1, 953 f.
  • B. Lescaze, Chêne-Bourg, la plus jeune des communes genevoises, 1999
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