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JohannesHuber

Titelseite einer Broschüre des in Rorschach tätigen Anwalts, veröffentlicht 1918 in St. Gallen (Schweizerische Nationalbibliothek).
Titelseite einer Broschüre des in Rorschach tätigen Anwalts, veröffentlicht 1918 in St. Gallen (Schweizerische Nationalbibliothek). […]

25.5.1879 Töss (heute Gem. Winterthur), 7.6.1948 St. Gallen, ref., später konfessionslos, von Töss und Uesslingen-Buch. Sohn des Johann, Wirts und Weinhändlers. 1908 Marie Blumberg (->). Gymnasium in Winterthur, Stud. der Rechte in Zürich, Leipzig, Berlin und Bern. Eintritt in den Grütliverein, 1903-23 Anwaltsbüro in Rorschach. 1905 Mitbegr. und erster Präs. der Sozialdemokrat. Partei des Kt. St. Gallen, Präs. des Verwaltungsrats des Arbeiterkonsumvereins, 1909-12 Mitglied des Kl. und 1912-23 des Gr. Gemeinderats von Rorschach, 1912-45 Kantonsrat (Präs. 1919), 1919-47 Nationalrat (Präs. 1934). Als Nationalrat war H. Mitglied von 69 Komm. (u.a. Finanz-, Petitions-, Begnadigungs- und Vollmachtenkomm.). Mitglied des sankt-gall. Erziehungsrats, 1939 Präs. des Aufsichtsrats des Verbands schweiz. Konsumvereine, Mitglied des Bankrats der Nationalbank, Verwaltungsrat der Sankt-Gall.-Appenzell. Kraftwerke. H. war fünfmal erfolglos Bundesratskandidat. Der Einsatz des temperamentvollen sozialist. Politikers und brillanten Advokaten H. galt vornehmlich der Erhaltung und dem Ausbau des Rechtsstaates sowie dem Genossenschaftswesen. Im Generalstreikprozess 1919 verteidigte er Mitglieder des Oltener Aktionskomitees. In den 1920er Jahren trat er für die Aufnahme diplomat. Beziehungen zwischen der Schweiz und der Sowjetunion ein.

Quellen und Literatur

  • Gruner, Bundesversammlung 1, 566
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