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ThomasThoma

10.11.1822 Amden, 13.12.1895 St. Gallen, katholisch, von Amden. Sohn des Thomas, Viehhändlers, und der Dorothea geborene Böni. 1855 Franziska Helbling. Kollegium St. Michael in Freiburg, Studium der Rechte in Heidelberg. 1848 Sekretär des Bezirksammanns in Gaster, 1849-1853 Anwalt in Rapperswil (SG), 1854-1855 Sekretär des Departements des Innern, 1855 Kriminalaktuar und Gemeindeschreiber in Tablat, 1856-1878 Kantonsgerichtsschreiber, 1878-1891 Regierungsrat (Departement des Innern, Justizdepartement), 1891-1895 Kantonsrichter. 1855-1856 und 1873-1891 St. Galler Kantonsrat, 1874-1884 gemässigt liberaler Nationalrat. 1847 verhalf Thomas Thoma den Liberalen zum Sieg an der Bezirksgemeinde in Schänis; die dadurch möglich gewordene liberale Mehrheit im Kantonsrat bedeutete die Zustimmung St. Gallens zur militärischen Auflösung des Sonderbunds. Thoma beteiligte sich aktiv am Kulturkampf; zusammen mit Johann Jakob Zingg redigierte er 1873-1878 das Wochenblatt "Der Freisinnige", das Sprachrohr der altkatholischen Bewegung. Nach 1875 gab er den Kulturkampf auf, verzichtete in seinem Blatt auf antiklerikale Polemik und distanzierte sich 1878 vom Altkatholizismus.

Quellen und Literatur

  • StASG, Nachlass
  • Gruner, Bundesversammlung 1, 590 f.
  • «Die Landammänner des Kt. St. Gallen, 1. Tl.: 1815-1891», in NblSG 111, 1971, 44 f.
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Zitiervorschlag

Wolfgang Göldi: "Thoma, Thomas", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 18.12.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/004031/2013-12-18/, konsultiert am 01.03.2024.