de fr it

Johann JoachimLüthi

29.10.1819 Aawangen, 9.3.1899 Oberndorf (Gem. Kirchbichl, Tirol), ref., von Aawangen. Sohn des wenig bemittelten Joachim. 1848 Barbara Trümpi, Tochter des Balthasar, von Glarus. Als Textilindustrieller (Lüthi, Müller & Co.) war L. Mitbesitzer der Webereien Jakobsthal (1850, Gem. Wängi), Grüneck (1856, Gem. Müllheim) und Matzingen (1860). Mit Hilfe der Schweiz. Kreditanstalt hielt L. 1865 den Konkurs der Weberei Jakobsthal auf; der Betrieb wurde stillgelegt. 1869 brannte das Werk Grüneck ab. L. wanderte daraufhin ins Tirol aus, wo er wiederum als Fabrikant tätig war. 1857-65 sass L. im Thurgauer Kantonsrat. Im Hinblick auf den Handelsvertrag zwischen der Schweiz und Frankreich (1864) wurde L. mit Unterstützung versch. Parteien 1863 als Vertreter der Mitte in den Nationalrat gewählt, dem er bis 1865 angehörte. L. galt als humaner Fabrikherr. Später wurde vermutet, mit der Nationalratskandidatur habe er seine Kreditwürdigkeit unterstreichen wollen.

Quellen und Literatur

  • Gruner, Bundesversammlung 1, 708
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 29.10.1819 ✝︎ 9.3.1899