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JohannesEisenhut

29.5.1856 Herisau, 6.11.1947 Gais, reformiert, von Gais. Sohn des Johannes, Kaufmanns, und der Anna Katharina geborene Willi. 1881 Anna Maria Schäfer, Tochter des Johann Jakob Schäfer. 1869-1873 Kantonsschule Trogen, danach Besuch der Ecole industrielle cantonale in Lausanne und Ausbildung zum Textilkaufmann in Herisau. Ab 1880 Teilhaber am Stickereigeschäft seines Onkels Johannes Willi in Gais, das er zusammen mit seinen Söhnen nach 1900 als Eisenhut & Co. übernahm. Gemeinderat in Gais 1883-1892 (Gemeindehauptmann 1889-1892), Ausserrhoder Kantonsrat 1891-1898 und 1907-1921, Regierungsrat 1898-1900 (Erziehungsdirektion). Als freisinniger Nationalrat 1911-1931 vor allem Wirtschaftsvertreter, Wortführer der ostschweizerischen Textilindustrie, Gegner jeglicher staatlicher Interventionspolitik. Als Unternehmer versuchte Johannes Eisenhut die Krise unter grossem Einsatz privaten Vermögens zu bewältigen. Langjähriges Mitglied der nationalrätlichen Zolltarifkommission. Mitglied der Kantonalbankverwaltung 1897-1909 und 1911-1935, Verwaltungsrat der Strassenbahn St. Gallen-Gais-Appenzell 1902-1919 (Präsident 1904-1919) und des Elektrizitätswerks Kubel 1901-1911.

Quellen und Literatur

  • Gruner, Bundesversammlung 1, 510
  • Holderegger, Unternehmer, 260
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Zitiervorschlag

Thomas Fuchs: "Eisenhut, Johannes", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 30.08.2004. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/004140/2004-08-30/, konsultiert am 29.05.2024.