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Johann HeinrichAmmann

10.10.1820 Schaffhausen, 17.8.1867 Schaffhausen, reformiert, von Schaffhausen. Sohn des Kaufmanns Johann Rudolf. Maria Dorothea Oechslin, Tochter des Bierbrauers Johann Caspar. Studium beider Rechte in Basel, Berlin und Heidelberg (Abschluss als iur. utr. consultus), Sprachaufenthalt in Lausanne. 1845 und 1850-1854 Redaktor der radikal-liberalen Schaffhauser Zeitung. 1847-1855 Staatsanwalt, 1863-1866 Oberrichter. Auf eidgenössischer Ebene 1849-1855 und 1857-1859 Ständerat, 1860-1863 Nationalrat; im Kanton Schaffhausen 1850-1852, 1855-1859 und 1864-1866 Regierungsrat; in der Stadt Schaffhausen 1851-1855 Mitglied des Kleinen Stadtrats (Exekutive), 1866-1867 Stadtpräsident. Der bis 1860 radikal-liberale, dann liberale Johann Heinrich Ammann forderte ab 1845 zentralistische Reformen in Bund und Kanton. Er trat vehement für den Anschluss Schaffhausens ans Verkehrsnetz ein (Rheinfallbahn, Nordostbahn, Badische Bahn, Dampfbootgesellschaft) und förderte die Industrialisierung (Wasserwerk, Moserdamm). Bei Bahninvestitionen erlitt der hochangesehene Ammann schwere Verluste.

Quellen und Literatur

  • SchBeitr. 34, 1957, 68-76
  • Gruner, Bundesversammlung 1, 491 f.
  • E. Joos, Parteien und Presse im Kt. Schaffhausen, 1975
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Zitiervorschlag

Eduard Joos: "Ammann, Johann Heinrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.06.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/004222/2001-06-27/, konsultiert am 30.03.2023.