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PaulMaillefer

14.10.1862 Ballaigues, 9.1.1929 Lausanne, ref., von Baillaigues und Lignerolle. Sohn des Louis, Schreiners, und der Sophie Frédérique geb. Gysler. 1) 1886 Fanny geb. M., seine Cousine, Tochter des Auguste (->), 1898 Scheidung, 2) Henriette De Giez geb. Pache, Tochter des Charles, Unternehmers. Ref. Lehrerseminar Peseux, dann geisteswissenschaftl. Studium in Lausanne, 1888 Lizenziat, 1892 Promotion mit der bahnbrechenden Arbeit "Le pays de Vaud de 1789 à 1791". Primarlehrer, 1886-92 Lehrer am humanist. Gymnasium in Lausanne, 1899-1909 Seminarlehrer. 1892-94 PD, 1894-1911 ao. Prof. für Schweizer Geschichte an der Univ. Lausanne. M. gründete 1893 die "Revue historique vaudoise" und 1902 die Société vaudoise d'histoire et d'archéologie. 1903 publizierte er zum 100-jährigen Bestehen des Kt. Waadt die "Histoire du Canton de Vaud dès les origines". Zudem war er Autor einer Reihe von Schulbüchern. 1893-94 und 1899-1909 wirkte er als freisinniger Gemeinderat (Legislative, 1904 Präs.), 1894-99 und ab 1910 als Stadtrat sowie 1911-21 als Stadtpräs. von Lausanne. 1897-99 sowie 1912-29 war er Waadtländer Grossrat (1919 Präs.) und 1911-29 Nationalrat (1926-27 Präs.). M. trat 1919 als offizieller Kandidat der Freisinnigen Partei für die Nachfolge Camille Decoppets im Bundesrat an. Wegen seines antisozialist. und föderalist. Engagements und v.a. aufgrund seiner heftigen antidt. Stellungnahmen im 1. Weltkrieg zogen ihm die Kammern Ernest Chuard vor. Mitglied der Freimaurerloge La Liberté. Zofinger.

Quellen und Literatur

  • BCUL, Nachlass
  • Gruner, Bundesversammlung 1, 822 f.
  • Professeurs Lausanne, 783 f.
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