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KonradBossard

18.1.1802 (Johann Conrad) Zug, 29.7.1859 Zug, kath., von Zug. Sohn des Johann Franz Kaspar (->). Katharina Josepha B., von Zug, Tochter des Wirts Alois Damian, Land- und Kantonsrats. Nach Schulen in Zug und Neuenburg sowie Studien in Genf übernahm B. zusammen mit seinem Bruder Martin das vom Vater 1831 gegr. Eisenwarengeschäft in Zug. Seine polit. Laufbahn begann B. bei den Liberalen, als deren Vertreter er 1833 Zuger Kantonsrat wurde (bis 1847). 1834-38 Verhörrichter, 1837-40 und 1849-59 Stadtpräs. von Zug, 1838-44 Präs. der kant. Verwaltungskomm., 1839-47 Zuger Tagsatzungsgesandter, 1845-46 Statthalter, 1846-47 Landammann. 1837 beteiligte sich B. an der Gründung der liberalen Mittwochsgesellschaft, die er 1841 unter dem Eindruck des Zürcher Straussenhandels und der Walliser Wirren verliess. Zum kath.-konservativen Föderalisten geworden, vertrat er entschieden die Interessen des Sonderbunds und sass 1847 in dessen Kriegsrat, war aber bis zuletzt auf einen Ausgleich bedacht. Im liberalen Umsturz 1847 verlor B. seine Ämter, wurde aber schon 1848 von der Gem. Menzingen in den neuen Gr. Rat gewählt (bis 1859, 1852-53 und 1856-57 Präs.). Nach der konservativen Wende 1850 wurde er Regierungsrat (bis 1859), Landammann (1850-52, 1854-56, 1858-59), Statthalter (1852-54, 1856-58) und Nationalrat (1853-59). Als Führer der gemässigten stadtzugerischen Konservativen dominierte B. lange Zeit die städt. und zusammen mit seinem innerparteilichen Gegenspieler Franz Joseph Hegglin, der abwechselnd mit B. Landammann war, die kant. Politik.

Quellen und Literatur

  • StAZG, Teil des Nachlasses
  • Gruner, Bundesversammlung 1, 364
  • C. Raschle, «Johann Conrad B. (1802-1859)», in Der Kt. Zug zwischen 1798 und 1850, Bd. 1, 1998, 140-149
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