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Josef LeonzSchmid

30.11.1854 Baar, 10.5.1913 Baar, kath., von Baar und Neuheim. Sohn des Josef Leonz (->) und der Anna Maria geb. Brandenberg. Anna Arnold, Tochter des Karl Josef Dominik Arnold. Besuch des Jesuitenkollegiums in Feldkirch, danach ca. 1875-78 Rechtsstud. in Löwen. Nach der Promotion zum Dr. iur. Anwalt in Baar. 1880-82 und 1889-98 Einwohnerrat, 1884-89 Bürgerpräs. von Baar. 1880-82, 1883-94 und 1895-1913 Zuger Kantonsrat (1905-06 Präs.), 1889-1908 Regierungsrat (1901-02 Landammann). 1883-85 und 1909-13 Ständerat. In den 1880er Jahren Redaktor der Parteizeitung der Zuger Konservativen. Ab 1885 Ausbau der von seinem Vater entdeckten Höllgrotten bei Baar zur Touristenattraktion. Als konservativer Mehrheitsführer verhalf der geschickte Taktiker der Kantonsverfassungsrevision von 1894, die den Proporz für Legislativ- und Exekutivwahlen einführte, zum Erfolg. Der in Religion und Erziehung streng konservative, wirtschafts-, sozial- und verkehrspolitisch aber fortschrittl. S. gehörte im späten 19. und frühen 20. Jh. zu den einflussreichsten Politikern im Kt. Zug. 1892-1913 Bankrat der Zuger Kantonalbank, an deren Gründung er als Mitinhaber des Vorgängerinstituts, der Creditanstalt in Zug, beteiligt war. 1896-1902 Verwaltungsrat der Schweiz. Nordostbahn und 1900-13 der SBB.

Quellen und Literatur

  • Gruner, Bundesversammlung 1, 374 (z.T. fehlerhaft)
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