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RudolfGallati

Fotografie von Rudolf Gallati, um 1900 (Landesarchiv des Kantons Glarus).
Fotografie von Rudolf Gallati, um 1900 (Landesarchiv des Kantons Glarus).

16.4.1845 Glarus, 3.11.1904 Ouchy (Gemeinde Lausanne), reformiert, von Mollis, Netstal und Glarus. Sohn des Rudolf, Schuhmachers, später Anwalts. Martha Zweifel, Tochter des Esajas Zweifel. Rechtsstudium in Zürich, Heidelberg und Leipzig. Anwalt in Glarus, ab 1871 Staatsanwalt. 1872-1886 Mitglied des Dreifachen Landrats, 1887-1904 Glarner Landrat (kantonale Legislative). 1875-1881 und 1899-1904 Gemeindepräsident von Glarus, 1887-1904 Nationalrat (beantragte die Schaffung eines Fonds für eine eidgenössische Unfall- und Krankenversicherung), 1896 Präsident. Anfänglich gehörte Rudolf Gallati zur demokratischen Opposition, war später liberal, auf Bundesebene ab 1893 radikal-demokratisch. 1898-1904 Mitglied des Zentralvorstandes der Freisinnig-Demokratischen Partei der Schweiz. Juni bis November 1904 Bundesrichter. 1884 Mitgründer und bis 1886 auch Präsident der Kantonalbank. 1902 Gründer der Möbelfabrik Horgen-Glarus. 1884 Oberst, als Oberstbrigadier Kommandant der Gotthard-Südfront. Im Zentralkomitee des Eidgenössischen Offiziervereins. Radikal in der Auffassung des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche. Liberal-konservativ in sozialen Fragen. Befürworter einer Zentralisation, vor allem im Militärwesen.

Quellen und Literatur

  • Gruner, Bundesversammlung 1, 350
  • Glarus und die Schweiz, 1991, 78
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Zitiervorschlag

Hans Laupper; Veronika Feller-Vest: "Gallati, Rudolf", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 24.10.2006. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/004498/2006-10-24/, konsultiert am 15.04.2024.