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August vonGonzenbach

Porträt von August von Gonzenbach. Lithografie Nr. 66 von 1889 aus der Schweizerischen Portrait-Gallerie, erschienen 1888-1907 bei Orell Füssli in Zürich (Schweizerische Nationalbibliothek, Bern).
Porträt von August von Gonzenbach. Lithografie Nr. 66 von 1889 aus der Schweizerischen Portrait-Gallerie, erschienen 1888-1907 bei Orell Füssli in Zürich (Schweizerische Nationalbibliothek, Bern).

12.5.1808 St. Gallen, 29.9.1887 Muri bei Bern, ref., von St. Gallen, Muri und Bern. Sohn des Carl August (->). Sophie Schönauer, Tochter des Johann Heinrich, Richters, aus reichem Basler Geschlecht. 1818-24 Besuch des Fellenberg'schen Instituts in Hofwil, Gymnasium in St. Gallen, 1826-31 Stud. der Rechte in Basel und Jena, 1831 Dr. iur. 1833-47 eidg. Staatsschreiber. Umzug nach Bern und Erwerb des Landguts Aarwyl in Muri. 1833 in St. Gallen Grossrat und Tagsatzungsgesandter, 1850-74 Grossrat und Führer der Konservativen im Kt. Bern, 1852-60 und 1866-75 Nationalrat. Nicht-Wiederwahl wegen seiner prokath. Haltung im Kulturkampf. Oberstleutnant, später Oberauditor der Armee. Mitglied der Zofingia. Nach Herkunft und Gesinnung Aristokrat, war G. Föderalist und Gegner des liberalen und nationalen Bundesstaats. Er befürwortete den Privatbau der Eisenbahnen und die Rechtsvereinheitlichung; die Einführung des Gesetzesreferendums lehnte er ab.

Quellen und Literatur

  • Einige Gedanken über die Aufstellung eines schweiz. Schutzzollsystems, 1840
  • Über den Einfluss der Eisenbahnen auf Gewerbe, Industrie und Handel der Schweiz, 1857
  • R. Dreyer, August von G. 1808-1887, 1940
  • Gruner, Bundesversammlung 1, 166 f.
Weblinks
Normdateien
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VIAF

Zitiervorschlag

Peter Stettler: "Gonzenbach, August von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.05.2024. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/004509/2024-05-14/, konsultiert am 25.07.2024.