de fr it

HermannKinkelin

11.11.1832 Bern, 2.1.1913 Basel, reformiert, aus Lindau (Bayern), 1867 von Basel. Sohn des Johann Friedrich, Kaufmanns, und der Anna Maria geborene Steinegger. Elisabeth Schirmer. 1850-1854 Studium der Mathematik und Philosophie in Zürich, Lausanne und München. Ab 1860 Lehrer an der Gewerbeschule (später Obere Realschule) in Basel (Rektor 1866-1868 und 1875-1903). Zudem 1865-1895 Professor für Mathematik an der Universität Basel. 1877-1908 war Hermann Kinkelin Mitglied des Erziehungsrats und setzte sich für die Verbesserung der Primarlehrerausbildung (1892 Gründung der Lehranstalt) ein. Kinkelin trat auch als bedeutender Statistiker hervor: Er gründete die Schweizerische Statistische Gesellschaft (1877-1886 Präsident) und die Statistisch-volkswirtschaftliche Gesellschaft in Basel. 1870 und 1880 leitete er die Volkszählung in Basel. 1867-1902 als Freisinniger im baselstädtischen Grossen Rat (1877 und 1879 Präsident), 1886 Ablehnung der Wahl in den Regierungsrat, 1890-1899 Nationalrat. 1877-1913 im Vorstand der Patria Lebensversicherungsgesellschaft. 1865 Ehrendoktor der Universität Basel.

Quellen und Literatur

  • Staatsarchiv Basel-Stadt, Basel, Teilnachlass
  • Universitätsbibliothek Basel, Basel, Nachlass
  • R. Flatt, Prof. Dr. Hermann Kinkelin, 1914
  • Die schweizerische Bundesversammlung 1848-1920, bearb. von E. Gruner, 1, 1966, 452 f.
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF

Zitiervorschlag

Wichers, Hermann: "Kinkelin, Hermann", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 16.01.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/004563/2020-01-16/, konsultiert am 03.12.2020.