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LeoMerz

13.7.1869 Thun, 21.9.1952 Bern, christkath., von Hägendorf und Bern. Sohn des Johannes, Baumeisters, Architekten und Grossrats, und der Maria Anna Helena geb. Brunner. Bruder des Viktor (->). Frida Lanzrein, Tochter des Adolf, Mühlenbesitzers. Gymnasium in Bern, 1889-93 Rechtsstud. in Bern und Berlin, 1893 Fürsprecherpatent und Stage bei Nationalrat Rudolf Brunner. 1893-1903 Anwaltspraxis in Thun als Associé bzw. Nachfolger von Nationalrat Carl Samuel Zyro, 1903-10 Oberrichter, 1910 Übernahme der Praxis Karl Scheurers in Bern, 1913-15 Präs. des bern. Handelsgerichts. 1915-34 Berner Regierungsrat (Justiz- und Erziehungsdirektion), 1918-19 Ständerat, 1914-19 Mitglied der Zentralleitung der FDP Schweiz. Direktionspräs. der Hypothekarkasse des Kt. Bern, Präs. nationaler und internat. Schiedsgerichte, Zentralpräs. der Krankenkasse für den Kt. Bern. Im liberalen Gedankengut des 19. Jh. verankert, stand M. über dem engen Parteistandpunkt. Als Jurist war er bekannt für seine unformalist. Rechtsfindung und beteiligt an der Revision der bern. Zivilprozessordnung. Als Erziehungsdirektor machte er sich um das Lehrerbesoldungsgesetz von 1920 und die Stiftung zur Förderung der wissenschaftl. Forschung an der Univ. Bern von 1928 verdient. Nach 1934 Rückkehr in den Anwaltsberuf. Befreundet u.a. mit Eugen Huber, Felix Calonder und Robert Schöpfer. 1930 bzw. 1934 Dr. h.c. der philosoph.-hist. und der jurist. Fakultät der Univ. Bern.

Quellen und Literatur

  • Der Bund, 20.3.1928; 13.7.1949; 22.9. und 24.9.1952
  • Gruner, Bundesversammlung 1, 197 f.
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Lebensdaten ∗︎ 13.7.1869 ✝︎ 21.9.1952