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EduardWill

4.12.1854 Bözingen (heute Gemeinde Biel BE), 2.7.1927 Bern, reformiert, von Sainte-Croix und Bern. Sohn des Friedrich, Taglöhners. Anna Maria Brenzikofer, Tochter des Jakob, Nidauer Spezereihändlers. Graveurlehre, 1878 Eisenwarenhändler in Nidau, ab 1892 in Biel. Als Pionier der Elektrizitätswirtschaft war Eduard Will 1898 Mitbegründer des Hagneckwerks, 1903-1909 Direktor der Vereinigten Kander- und Hagneckwerke, 1909-1926 der daraus hervorgegangenen Bern. Kraftwerke AG. 1889-1893 Nidauer Gemeinderat, 1887-1909 für die Radikalen im bernischen Grossen Rat (Präsident 1909), 1896-1919 radikal-demokratischer Nationalrat. Als Milizoffizier kommandierte Will 1910-1912 das 2., 1914-1916 das mit der Verteidigung der Südgrenze beauftragte 3. Armeekorps. Will hatte hervorragenden Anteil am Ausbau des bernischen Kraftwerknetzes. Im Geist Jakob Stämpflis suchte er den Einfluss des Staates auf die Wasserkraftnutzung zu wahren. Massgeblich am Bau der BLS und der Kraftwerke Oberhasli beteiligt, gehörte Will mit Fritz Ernst Bühlmann, Gottfried Bangerter und Gottlieb Bühler zu den führenden bernischen Wirtschaftspolitikern der Zeit. Als Militärpolitiker war Will wesentlich an der Militärorganisation 1907 und der Truppenordnung 1911 beteiligt.

Quellen und Literatur

  • PrivA W. im Besitz von Gunther Schärer und Elisabeth Schärer-Hediger, Biel
  • Gruner, Bundesversammlung 1, 245 f.
  • H. Böschenstein, Eduard Will, 1981
  • T. Kästli, «Wie der Bieler Eduard Will die Konjunktur anheizte», in TA-Mgz., 1982, Nr. 48, 47-55
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Zitiervorschlag

Christoph Zürcher: "Will, Eduard", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 30.10.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/004774/2013-10-30/, konsultiert am 15.04.2024.