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Peter vonRoten

5.6.1916 Raron, 30.8.1991 Basel, katholisch, von Raron und Sitten. Sohn des Politikers Heinrich von Roten und der Maria Bertha geborene Feigenwinter. Bruder des Priesters und Historikers Hans Anton von Roten. 1946 Iris Meyer, Schriftstellerin. Nach der Matura in Brig verfolgte Peter von Roten sein Rechtsstudium in Freiburg, Paris und Bern, das er mit Dr. iur. abschloss, und arbeitete als Anwalt und Notar. 1941-1957 sass er im Walliser Grossen Rat, den er 1948-1949 präsidierte. Er war stellvertretender Berichtsteller des Bezirksgerichts Westlich Raron und 1944-1963 Ersatzrichter am Instruktionsgericht Visp und Westlich Raron. 1948 wurde er für die Katholisch-Konservativen in den Nationalrat (Bundesversammlung) gewählt, dem er bis 1951 angehörte. 1953-1987 amtierte er als Präfekt des Bezirks Raron. Von Roten war 1944-1954 Redaktor und anschliessend bis 1991 Kolumnist des Walliser Boten. Er kämpfte als eigenwilliger Politiker und Journalist mit seiner Frau für das Frauenstimmrecht und initiierte in Unterbäch 1957 die erste Schweizer Abstimmung mit Frauenbeteiligung (die Stimmen der Frauen waren ungültig). Peter von Roten war zeitlebens militärkritisch und setzte sich in den 1980er Jahren für die Abschaffung der Armee ein.

Quellen und Literatur

  • Roten, Peter von: Leitartikel und Kolumnen, 1992.
  • Walliser Bote, 6.9.1991 (Nachruf).
  • Meichtry, Wilfried: Verliebte Feinde. Iris und Peter von Roten, 2007.
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Zitiervorschlag

Bernard Truffer: "Roten, Peter von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.04.2022. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/004991/2022-04-04/, konsultiert am 17.04.2024.