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GeorgWilli

9.10.1884 Sumvitg, 15.11.1946 Bellinzona, katholisch, von Domat/Ems. Sohn des Christoph Bartholome, Privatlehrers bei der Familie Thurn und Taxis in Prag, später Gemeindepräsidenten von Domat/Ems, und der Elise geborene Schmid von Grüneck, Erzieherin in Paris und London. Neffe des Bischofs Georg Schmid von Grüneck. Julia Condrau, Tochter des Augustin, Arztes. Jesuitengymnasium in Feldkirch, Kollegium in Schwyz, Studium der Rechte und der Philosophie in Freiburg (1909 Dr. iur.). Anschliessend zwei Jahre als Privatlehrer in Florenz und Arezzo tätig. Ab 1911 Anwaltspraxis in Chur. 1911-1919 katholisch-konservativer Bündner Grossrat, 1920-1926 Regierungsrat (Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartement), 1935-1938 Ständerat. Gestützt auf seine bitteren Erfahrungen als Infanteriehauptmann im Ersten Weltkrieg reichte Georg Willi 1936 ein Postulat zur Einführung einer Lohn- und Verdienstersatzordnung für Wehrmänner ein, die fünf Monate nach Kriegsbeginn verwirklicht und später durch Beihilfezahlungen für Bergbauern und Landarbeiter ergänzt wurde. Ab 1939 bis zu seinem Tod Direktor des Biga (heute Seco).

Quellen und Literatur

  • Gasetta Romontscha, 21.11.1946
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Zitiervorschlag

Roman Bühler: "Willi, Georg", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.11.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/005312/2013-11-04/, konsultiert am 17.04.2024.