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OttoThuli

31.7.1833 Vilters,17.11.1892 St. Louis (Missouri), katholisch, später christkatholisch, von Vilters. Sohn des Joseph und der Margareth geborene Guntli. 1862 Aloisia Placidia Hortensia Jäger, Tochter des Josef Martin. Katholische Kantonsschule in St. Gallen. Rechtsanwalt, ab 1863 in St. Gallen tätig. 1873-1885 Kantonsrat, 1873-1874 Kassationsrichter, 1875-1885 Regierungsrat (Justizdepartement), 1876-1881 katholischer Kollegienrat. Als freisinniger Katholik beteiligte sich Otto Thuli am Kulturkampf und unterstützte die Aufhebung des bischöflichen Knabenseminars St. Georgen in St. Gallen. Er trat zum Altkatholizismus über und spielte unter den Christkatholiken St. Gallens eine führende Rolle. Nach dem Vorwurf der Begünstigung in einem Abtreibungsprozess verlor er 1885 seine politischen Ämter und wanderte in die USA aus.

Quellen und Literatur

  • «Die Landammänner des Kt. St. Gallen, 1. Tl.: 1815-1891», in NblSG 111, 1971, 43 f.
  • F. Hartmann, «Der vergessene Landammann», in Terra plana, 2016, Nr. 3, 31-36
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Zitiervorschlag

Wolfgang Göldi: "Thuli, Otto", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 19.12.2016. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/005436/2016-12-19/, konsultiert am 02.03.2024.