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Ignaz EduardDorer

7.11.1807 Baden, 27.3.1864 Baden, kath., von Baden. Sohn des Franz Ludwig Fidel (->). Elise Egloff, Tochter des Karl Martin, Wirts eines Badgasthofs in Baden. Lehrverein in Aarau, Rechtsstud. in Freiburg i.Br. 1832 eidg. Kommissär im Basler Konflikt, 1832-42 Aargauer Grossrat (1837 Präs.), 1834-37 Bezirksgerichtspräs. in Baden, 1837-42 Regierungsrat. Der vom Primat des Staats über die Kirche überzeugte D. war 1834 Mitinitiant der Badener Konferenz, stimmte 1841 für die Klosteraufhebung, setzte sich danach aber für Mässigung, Amnestie und Emanzipation der Kirche vom Staat ein. Da er damit nicht durchdrang, trat er von seinen Ämtern zurück. Fortan betätigte er sich als Lyriker und Privatgelehrter, namentlich als Goethe-Spezialist. D. ist der prominenteste jener radikalen Aargauer Politiker, die als Folge des Klostersturms ihre Haltung revidierten.

Quellen und Literatur

  • StadtA Baden, Nachlass
  • O. Mittler, «Ignaz Edward D.», in Argovia 65, 1953, 152-159, (mit Bibl. und Werkverz.)
  • E. Vischer, «Aarg. Frühzeit 1803-1852», in Argovia 88, 1976, 218-262
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Lebensdaten ∗︎ 7.11.1807 ✝︎ 27.3.1864