de fr it

KarlMüller

14.12.1895 Zofingen, 3.4.1964 Weissbad, katholisch, von Zofingen. Sohn des Friedrich, Kaufmanns, und der Katharina geborene Sismondi. Josephina Rechsteiner, Tochter des Anton, Landwirts. Schulen in Zofingen. Coiffeur, dann Besuch einer Handelsschule und Hörer an der Universität Bern, Bundesangestellter in Bern und Paris. 1923 Heirat und Übernahme der Wirtschaft Alpenhof der Familie Rechsteiner in Weissbad. Autodidaktische Rechtsstudien, Etablierung als Treuhänder, 1951 Verkauf des Alpenhofs. 1928-1937 Bezirksrichter, 1937-1939 regierender Hauptmann des Bezirks Schwende und Grossrat, 1939-1941 Kantonsrichter (1940-1941 Präsident). 1941-1960 als erster Nichtinnerrhoder Mitglied der Standeskommission (Zeugherr, ab 1947 Landesfähnrich). Karl Müller setzte in seiner Amtszeit den Markenschutz für die Handstickerei (1944), die Schaffung einer Zivilprozessordnung (1949), die Einrichtung von Pflanzenschutzgebieten und die Wiederansiedlung des Steinbocks (1958) durch. In den 1930er Jahren kämpfte er gegen den Nationalsozialismus.

Quellen und Literatur

  • Appenzeller Volksfreund, 6.4.1964
  • AJb 92, 1965, 34-36
  • C. Sutter, Die Standeskomm. des Kt. Appenzell Innerrhoden 1873-1988, 1988, 64
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 14.12.1895 ✝︎ 3.4.1964

Zitiervorschlag

Hermann Bischofberger: "Müller, Karl", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.02.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/005604/2009-02-03/, konsultiert am 09.12.2022.