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Abraham RudolfWyss

Lithografie von einem unbekannten Künstler, um 1850 (Zentralbibliothek Zürich).
Lithografie von einem unbekannten Künstler, um 1850 (Zentralbibliothek Zürich). […]

11.9.1792 Bern, 24.2.1854 Bern, ref., von Bern. Sohn des Samuel, Stadtarztes und Grossrats, und der Elisabeth Morell. Bruder des Bernhard Karl (->). 1835 Louise Ulrich, Tochter des Friedrich Salomon, Theologieprofessors. Ausbildung an Privatschulen, ab 1808 Jusstud. in Bern, Heidelberg und Göttingen, 1814 Dr. iur., 1816 Staatsexamen in Bern. 1817-34 Oberlehenskommissär. Ab 1824 Berner Grossrat. 1831 Sekr. des Verfassungsrats, an der Ausgestaltung der neuen Verfassung beteiligt, im selben Jahr Mitglied der bern. Regenerationsregierung. Als Charles Neuhaus ihm als Erziehungsdirektor vorgezogen wurde, trat W. noch 1831 aus Regierungs- und Grossrat aus und arbeitete eng mit der patriz. Opposition zusammen. 1834 setzte die Regierung ihn als Lehenskommissär ab, weil er 1832 die Erlacherhofverschwörer verteidigt hatte. 1838 wurde er zusammen mit Ludwig Zeerleder in der Schatzgeldfrage zu Unrecht angeklagt, aber freigesprochen. Ab 1850 wieder Grossrat, vermittelte er erfolgreich in der Vermögensausscheidung zwischen Stadt und Kanton. 1854 Gemeinderat in Bern. Mitgründer mehrerer hist. Vereine auf nationaler und kant. Ebene und der neuen Mädchenschule. 1852-54 Präs. der Kirchensynode.

Quellen und Literatur

  • Bemerkungen über den Verfassungsentwurf für den Canton Bern, 1831
  • Gesch. des Stadt- und Staatsgutes der alten Republik Bern, seit dem 4. März 1798, 1851
  • StABE
  • L. Lauterburg, «Rudolf W.», in BTb 5, 1856, 95-132
  • Slg. bern. Biogr. 1, 1884, 302-309
  • E. Gruner, Das bern. Patriziat und die Regeneration, 1943
  • Junker, Bern 2
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Lebensdaten ∗︎ 11.9.1792 ✝︎ 24.2.1854