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MaxGafner

29.4.1892 Thun, 2.11.1957 Bern, ref., von Beatenberg und Thun. Sohn des Gottlieb, Nationalbankdirektors, und der Elise geb. Winkler. Marie Madeleine Dinichert. Progymnasium Thun, Gymnasium Bern, jurist. und volkswirtschaftl. Studien an den Univ. Bern und Lausanne, 1917 Dr. iur. und Fürsprecherpatent. Nach kurzer Anwaltstätigkeit in Paris und Bern trat G. in das Sekretariat des bern. Handels- und Industrievereins ein (später Vizepräs.). 1922-38 Berner Grossrat für die BGB, 1924-27 Berner Stadtrat, 1928-41 Nationalrat, 1941-57 Berner Regierungsrat (Volkswirtschafts-, Justiz- und Militärdirektor). Präs. u.a. des Fremdenverkehrsverbands und der kant. Brandversicherungsanstalt, Verwaltungsrat verschiedener industrieller Betriebe und der SBB. G. trat v.a. als Volkswirtschaftsdirektor hervor; die neue Gesetzgebung u.a. über die Krankenversicherung, die Förderung des Fremdenverkehrs, die Arbeitsbeschaffung und die Behebung der Wohnungsnot waren weitgehend sein Verdienst. Die Wahrnehmung privatwirtschaftl. Interessen ohne loyale Rücksichtnahme auf den Staat, andere Wirtschaftsgruppen und die Allgemeinheit war für ihn undenkbar. Oberst, Helveter.

Quellen und Literatur

  • Arbeitsbeschaffung im Rahmen staatl. Wirtschaftsplanung, 1942
  • Die Bedeutung des sozialen Tourismus für Volksgesundheit und Volkswirtschaft, 1945
  • Der Fremdenverkehr im internat. Konkurrenzkampf, 1948
  • Der Bund, 29.4.1952
  • Berner Tbl., 4.11.1957
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