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AloisHürlimann

21.11.1916 Walchwil, 27.9.2003 Walchwil, kath., von Walchwil. Sohn des Alois, Landwirts, und der Margeritha geb. H. Myrta Rusca, Tochter des Paul. Gymnasium in Stans, ab 1937 Stud. in Zürich, Rom - wo er auch als Journalist wirkte und wegen Kritik am Regime ausgewiesen wurde -, Paris und Bern, Dr. iur. 1943-50 Zentralsekr. des Schweiz. Studentenvereins. 1951-65 und 1975-81 Walchwiler Gemeindepräsident. Als solcher setzte er 1965 eine massive Reduktion des Gemeindesteuerfusses durch; das Versprechen, ein allfälliges Defizit persönlich zu übernehmen, löste er 1973 tatsächlich ein, indem er der Gem. 150'000 Fr. bezahlte. 1947-54 konservativ-christlichsozialer Kantonsrat, 1955-74 Zuger Regierungsrat (1963-64 Landammann). 1963-79 Nationalrat (Fraktionschef der CVP). 1952-62 Zentralpräs. des Verbands der Kath. Arbeitervereine der Schweiz. Präs. der kant. CVP. Der Vollblutpolitiker H. war als kant. Baudirektor einer der wichtigsten Gestalter im Kt. Zug, den er mit grossen Gesetzes- und Infrastrukturprojekten (Baugesetz, Strassengesetz, Autobahnen, kant. Schulen, grossräumiges Abwasserreinigungssystem, interkant. Strafanstalt Bostadel) prägte und dabei oftmals selbstherrlich und eigenmächtig vorging. Auch bundespolitisch spielte er eine wichtige Rolle, so als Präs. der Komm. für eine Gesamtverkehrskonzeption (GVK).

Quellen und Literatur

  • Neue Zuger Ztg., 29.9.2003
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