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AntonioPlanzer

25.1.1923 Bellinzona, 17.5.1999 Menzingen, katholisch, von Altdorf (UR). Sohn des Federico, Elektrikers, und der Ida geborene Bissig. Elisabeth Nellner, Kindererzieherin, Tochter des Volkmar, aus Deutschland. 1943 Kollegium Altdorf, danach Rechtsstudium in Freiburg und Genf, 1955 Dr. iur., 1951 Anwaltspatent in Zug. 1954-1957 am Bundesgericht in Lausanne, 1957-1988 Anwaltspraxis in Zug, wo er sich als gut vernetzter Wirtschaftsanwalt profilierte. 1958-1974 Sekretär des Zuger Gewerbeverbands. 1963-1974 Grosser Gemeinderat der Stadt Zug, 1959-1974 Kantonsrat (katholisch-konservativ bzw. CVP, 1971-1974 Fraktionschef), 1975-1982 Zuger Regierungsrat. 1975 wurde Antonio Planzer mit nie aufgeklärten Morddrohungen im Zusammenhang mit seiner Anwaltstätigkeit in Süditalien konfrontiert. Seine vielen, teils zweifelhaften Verwaltungsratsmandate, Verbindungen zum SKA-Skandal, die Zuger Polizeiaffäre und der Verlust der absoluten CVP-Mehrheit trugen 1982 zur Abwahl des umstrittenen Volkswirtschaftsdirektors bei, der sich vor allem für den Ausbau sozialer Leistungen des Kantons Zug engagiert hatte.

Quellen und Literatur

  • Zuger Nachrichten, 19, 25.1.1993
  • TA-Mgz. 47, 1984, 20-29
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 25.1.1923 ✝︎ 17.5.1999

Zitiervorschlag

Renato Morosoli: "Planzer, Antonio", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 10.08.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/005827/2009-08-10/, konsultiert am 05.03.2024.