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EmilWalter

29.1.1872 Winterthur, 19.1.1939 Zürich, reformiert, ab 1879 von Winterthur. Sohn des Albert, Gymnasiallehrers und Achtundvierzigers aus München, und der Anna Margarethe geboren Hofmann. 1) 1896 Marie Hüni, 2) 1911 Anna Frida Isler, Primarlehrerin, Tochter des Friedrich, Schuhmachers, 3) 1930 Fanny Angst, Tochter des Arnold. Waisenhaus in Winterthur, 1887-1891 Lehrerseminar Küsnacht (ZH), Vikariate, 1893-1896 Sekundarlehrerstudium in Zürich. 1895-1903 Sekundarlehrer in Winterthur, 1903 Mitgründer und bis 1909 Redaktor der "Winterthurer Arbeiterzeitung". 1898-1903 Grosser Stadtrat in Winterthur, 1902-1920 Zürcher Kantonsrat, 1903-1910 nebenamtlicher Stadtrat (Polizeiwesen). 1908-1911 Redaktor des "Grütlianers", 1911-1920 Sekundarlehrer in Zürich. 1912-1915 Mitglied der Geschäftsleitung der SP Schweiz als Vizepräsident des Schweizerischen Grütlivereins, 1916-1917 dessen Zentralpräsident. 1920-1929 Zürcher Regierungsrat (Finanz-, ab 1923 Baudirektion). Verwaltungsrat der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich und der NOK. Emil Walter spielte in der Winterthurer Arbeiterbewegung eine wichtige Rolle, bis er 1910 als Reaktion auf seine Haltung im Maurerstreik von 1909-1910 als Stadtrat abgewählt wurde. Er zählte zu den führenden Grütlianern und wurde jeweils mit bürgerlicher Unterstützung zum Regierungsrat gewählt. Walter engagierte sich in verschiedenen Schriften für die Einführung des Verhältniswahlrechts.

Quellen und Literatur

  • Winterthurer Arbeiterztg., 20.1.1939
  • F.R. Blaser, Der Grütlianer, 1956, 57
  • W. Schneider, Die Gesch. der Winterthurer Arbeiterbewegung, 1960, 77 f., 103-109, 112 f., 248
  • S.G. Schmid, Die Zürcher Kantonsregierung seit 1803, 2003, 363
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Zitiervorschlag

Markus Bürgi: "Walter, Emil", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.08.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/005913/2013-08-20/, konsultiert am 22.06.2024.