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Charles Godefroy deTribolet

Porträt. Öl auf Leinwand eines unbekannten Künstlers, um 1830 (Privatsammlung) © Fotografie Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel.
Porträt. Öl auf Leinwand eines unbekannten Künstlers, um 1830 (Privatsammlung) © Fotografie Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel.

1.5.1752 Den Haag, 16.4.1843 Neuenburg, ref., von Neuenburg und Bern. Sohn des Jean Frédéric, Hauptmanns der holländ. Schweizergarde, und der Madeleine de Marconnay. Ledig. 1769-71 Stud. an der Akad. Strassburg. 1776-77 Hauslehrer in Amsterdam. 1780 Maire von Travers und 1781 von Rochefort. 1781 Staatsrat, 1787 Kanzler. 1798 Kammerherr des Kg. Friedrich Wilhelm III. Im Sommer 1793 war T. einer der Kommissäre, die nach Le Locle geschickt wurden, um die Wogen des Aufruhrs zu glätten. 1798 verweigerte er mit Charles-Etienne de T. die von Bern und Freiburg angeforderte Hilfe gegen die Revolution in der Waadt und den Einmarsch der Franzosen. Unter der Regierung von Louis-Alexandre Berthier quittierte er 1810 seinen Dienst als Kanzler und 1812 als Staatsrat. Während der Restauration wurde T. 1814 erneut in den Staatsrat gewählt. 1831 zog er sich aus dem öffentl. Leben zurück. 1806-11 und 1822-29 präsidierte er die Société d'émulation patriotique. T. gehörte zum Zirkel um Isabelle de Charrière. Er verfasste u.a. die "Histoire de Neuchâtel et Valangin depuis l'avènement de la maison de Prusse jusqu'en 1806" (1846) und regte genealog. Forschungen über seine Fam. an.

Quellen und Literatur

  • Quellet-Soguel, Notices, AEN
  • La famille de T., bourgeoise de Neuchâtel, hg. von M. de Tribolet, 1898, 102-106
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