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GottliebBachmann

20.7.1874 Winterthur, 11.12.1947 Winterthur, reformiert, von Winterthur. Sohn des Jakob Gottlieb, Lehrers, und der Anna geborene Knabenhans. 1907 Ida Herold. Mittelschule in Winterthur, rechtswissenschaftliches Studium in Zürich, Strassburg, Berlin und Leipzig, Dr. iur. Volontariate und Anwaltstätigkeit bei Versicherung und Bank, 1904 Professor an der Kantonalen Handelsschule, ab 1906 Professor für Handelswissenschaften an der Universität Zürich, 1909-1923 Kassationsrichter. 1912-1919 im Grossen Stadtrat Winterthur. Ab 1913 Mitglied der eidgenössischen Stempelkommission. Ab 1918 Direktor, 1925-1939 Präsident der Direktion und 1939-1947 Präsident des Bankrats der Schweizerischen Nationalbank. 1924-1930 Mitglied des Generalrats der deutschen Reichsbank, 1931-1939 Verwaltungsrat der BIZ. 1939-1943 FDP-Nationalrat. Gottlieb Bachmann bestimmte in der Zwischenkriegszeit wesentlich die schweizerische Währungspolitik. Sein Beharren auf der Stabilität des Frankens wird heute kontrovers beurteilt.

Quellen und Literatur

  • (zusammen mit H. Kurz) Die schweiz. Grossbanken, 1928
  • UZH Archiv, Nachlass
  • NZZ, 1947, Nr. 2483
  • Die Univ. Zürich 1933-1983 und ihre Vorläufer, 1983
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Zitiervorschlag

Ulrich Stauffacher: "Bachmann, Gottlieb", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.11.2002. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006159/2002-11-27/, konsultiert am 25.04.2024.