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EzioCanonica

27.6.1922 Tesserete, 5.1.1978 Schlieren, konfessionslos, von Corticiasca. Sohn des John, Berufsschullehrers, Präs. des Tessiner Gewerkschaftskartells. 1947 Elda Bonato, Tochter des Domenico, Gärtners, aus Zovencedo (Veneto). 1941 Handelsmatura in Bellinzona. 1941-46 Redaktor der "Libera Stampa" und Lehrer an der kaufmänn. Berufsschule in Lugano. 1942 Eintritt in den Verband der Handels-, Transport- und Lebensmittelarbeiter der Schweiz (VHTL), ab 1946 im Schweiz. Bau- und Holzarbeiterverband (SBHV), 1947-67 Zentralsekr. und Redaktor, 1968-78 Zentralpräs. des SBHV (ab 1975 Gewerkschaft Bau und Holz) in Zürich. Ab 1968 Mitglied des Bundeskomitees, 1973-78 Präs. des SGB. Ab 1969 Vizepräs. des Internat. Bundes der Bau- und Holzarbeiter, ab 1973 Mitglied des Exekutivkomitees des Europ. Gewerkschaftsbundes. 1941 Eintritt in die SP. 1941-46 Präs. und Sekr. der Sozialist. Jugend des Tessins, im Vorstand der Sozialist. Jugend der Schweiz. 1971-78 Nationalrat. Verwaltungsrat der Genossenschaftl. Zentralbank, in zahlreichen polit., genossenschaftl. und kulturellen Organisationen der Arbeiterbewegung tätig.

C. gab der stagnierenden Gewerkschaftsbewegung neue Impulse. In der GBH strebte er mit Strukturreformen mehr Demokratie und eine aktive Basis an und suchte den Übergang zur Industriegewerkschaft einzuleiten. Er bemühte sich um die Integration der ausländ. Arbeiter und lehnte die Überfremdungsinitiativen ab. Mit der relativen Friedenspflicht, der betriebl. Mitbestimmung und der Vorstellung einer "solidar. Marktwirtschaft" stellte C. als erster Präs. des SGB nach dem Krieg wieder Forderungen grundsätzl. Art, ohne jedoch die Sozialpartnerschaft in Frage zu stellen.

Quellen und Literatur

  • ASGB, Biogr. Datenslg.
  • K. Aeschbach, D. Robbiani, Ezio C., 1979 (ital. 1979)
  • Le intuizioni di Ezio C. nella strategia sindacale per la crescita democratica e l'avanzamento dei lavoratori, hg. von L. Marino, 1980
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Lebensdaten ∗︎ 27.6.1922 ✝︎ 5.1.1978