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TheodorGut

11.2.1890 Männedorf, 29.8.1953 Stäfa, ref., von Männedorf. Sohn des Johannes. 1914 Ida Hulftegger, Tochter des Robert Arnold, von Meilen. Nach dem Geschichtsstudium wurde G. Journalist. Als Redaktor (ab 1914) und Chefredaktor (ab 1925) der "Zürichsee-Zeitung" und Gründer des Buchverlags Theodor Gut (1944) baute er ein Druck- und Verlagsunternehmen auf und wurde zu dessen Hauptaktionär und Verwaltungsratspräsidenten. G. war ein prägender Führer des Zürcher Freisinns (Sekr. der Kantonalpartei 1920, Präs. 1933, Nationalrat 1935-46); er setzte gegenüber anderen Tendenzen die Abgrenzung von den faschist. Fronten durch und trat, insbesondere auch 1938 und in den Kriegsjahren, in Reden und Artikeln für die Verteidigung demokrat. und rechtsstaatl. Werte und die kulturelle Vielfalt der Schweiz ein. Während des Kriegs wirkte er als Verbindungsoffizier des Bundesrats zur Abt. Presse und Funkspruch bei der damaligen Pressezensur mit. G. befürwortete die Zusammenarbeit der bürgerl. Parteien mit der Sozialdemokratie und 1943 die Wahl des ersten Sozialdemokraten, Ernst Nobs, in den Bundesrat. Nach dem Rücktritt aus dem Nationalrat widmete er sich der Konsolidierung seiner Firma.

Quellen und Literatur

  • AfZ, Nachlass
  • Theodor G., hg. von F. Hunziker, 1954
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Zitiervorschlag

Huonker, Thomas: "Gut, Theodor", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 22.12.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006350/2011-12-22/, konsultiert am 23.11.2020.