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HermannLeuenberger

Als Vizepräsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes an der Landsgemeinde der Bau- und Holzarbeiter in Stäfa im September 1945 (Schweizerisches Sozialarchiv, Zürich, F 5003-Fx-042).
Als Vizepräsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes an der Landsgemeinde der Bau- und Holzarbeiter in Stäfa im September 1945 (Schweizerisches Sozialarchiv, Zürich, F 5003-Fx-042).

15.7.1901 Basel, 30.12.1975 Zürich, konfessionslos, von Basel und Ursenbach. Sohn des Johann Friedrich, Strassenkehrers. 1) 1929 Gertrud Anna Stadlin, Tochter des Josef Anton, Buchbinders, 2) 1942 Hedi Köhli (->). Schulen in Basel. 1915-19 unvollendete Lehre als Dekorationsmaler. Von 1916 an gewerkschaftlich aktiv, ab 1919 im VHTL, ab 1917 in der Freien Sozialist. Jugend, später in der SP, 1918-19 an den polit. Kämpfen in Basel beteiligt. 1920-21 in Russland, danach Hilfsarbeiter in Basel. 1924-25 Weiterbildung an der Akad. der Arbeit in Frankfurt am Main. Chauffeur und Angestellter in Basel, 1929-33 Sekr. des VHTL, 1933-42 Zentralsekr., 1941-66 Präs. des VHTL, Redaktor der Verbandszeitung. 1935-37 Zürcher Kantonsrat, 1939-71 Nationalrat. 1937 Mitglied des Bundeskomitees, 1943 Vizepräs., 1958-68 Präs. des SGB, 1939-48 Präs. der Lebensmittelarbeiter-Internationale, 1954-69 in der Geschäftsleitung der SP, Mitbegründer und Präs. der Stiftung für Konsumentenschutz. L. setzte sich besonders für das Arbeitsgesetz von 1964, die 1967 abgelehnte Bodenrechtsinitiative von SP und SGB und die Gleichberechtigung der Frau ein. Die von L. lancierte Idee einer Einheitsgewerkschaft fand bei den anderen Gewerkschaften keine Zustimmung.

Quellen und Literatur

  • «Erinnerungen an den Basler Generalstreik», in Basler Stadtbuch 1969, 1968, 173-184
  • ASGB, Biogr. Datenslg.
  • J. Müller, Geschichtl. Entwicklung zum VHTL 3, 1963, 150, 155, 194-197
  • VHTL, 14.1. und 28.1.1976
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