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WilliRohner

19.1.1907 St. Gallen, 2.4.1977 St. Gallen, ref., von St. Margrethen. Sohn des Robert, kaufmänn. Angestellten, und der Maria Josefina geb. Kobler. Gertrud Niederer, Tochter des Theodor, Bauunternehmers. Handelsabt. der Kantonsschule St. Gallen, Volontariat bei der Bank Wegelin & Co. in St. Gallen, Stud. der Volkswirtschaft an der Univ. Zürich, 1932 Dr. rer. pol. 1934-37 Alleinredaktor des freisinnigen "Rheintalers" in Altstätten, 1937-39 beim "Freien Rätier" in Chur, 1940-57 erneut beim "Rheintaler" und zusätzlich 1940-46 beim "Werdenberger & Obertoggenburger". Ab 1957 Leiter des familieneigenen Bauunternehmens. 1942-68 St. Galler FDP-Kantonsrat, 1951-52 Nationalrat, 1952-71 Ständerat (1966-67 Präs.), 1958-60 Gemeinderat von Altstätten. R. galt als Spezialist für Wirtschafts- und Finanzfragen (1957-60 Präs. der Finanzkomm. des Ständerats), daneben widmete er sich v.a. der Verkehrspolitik, dem Gewässerschutz und der Raumplanung - der Raumplanungsartikel der Bundesverfassung trägt seine Handschrift - sowie der Aussenpolitik und der Frage der europ. Integration; er war u.a. 1963-71 Mitglied der Parlamentar. Versammlung des Europarats. R. leitete diverse Expertenkommissionen, z.B. die erste zur Einführung einer Mehrwertsteuer, präsidierte versch. nationale Verbände wie die Schweiz. Vereinigung für Landesplanung, den Schweiz. Fremdenverkehrsverband, den Schweiz. Wasserwirtschaftsverband, den Verband schweiz. konzessionierter Automobilunternehmungen sowie die Europa-Union und fungierte 1957-66 als Vizepräs. der FDP Schweiz. Er sass zudem im Bankrat und -ausschuss der Nationalbank. R. galt als einflussreicher Mann des Ausgleichs und als führender Kopf im Ständerat.

Quellen und Literatur

  • StASG, Nachlass
  • Rheintaler Köpfe, 2004, 303-308 (mit Schriftenverz.)
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