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FriedrichPestalozzi

Porträts von Friedrich Pestalozzi. Carte de visite aus dem Atelier von Hermann Tschopp, um 1900, und Aufnahme eines unbekannten Fotografen, um 1920 (Stadtarchiv Wil SG).
Porträts von Friedrich Pestalozzi. Carte de visite aus dem Atelier von Hermann Tschopp, um 1900, und Aufnahme eines unbekannten Fotografen, um 1920 (Stadtarchiv Wil SG).

22.2.1871 Zürich, 15.5.1933 Wil (SG), reformiert, von Zürich. Sohn des Adolf Salomon Pestalozzi, Bankiers, und der Bertha Magdalena geborene Schulthess. 1899 Emmy Albertine Ernst, Tochter des Karl Ernst. Friedrich Pestalozzi studierte Agrarwissenschaften am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich sowie an den Technischen Hochschulen in Halle und Berlin und absolvierte danach Praktika auf Gütern in Ostpreussen und Hannover. Ab 1895 bewirtschaftete er das Anwesen Hofberg bei Wil. Im St. Galler Kantonsrat und im Nationalrat, in denen er 1921-1933 bzw. 1929-1933 Einsitz nahm, politisierte er in der Fraktion der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP). 1925-1933 war er Mitglied des Grossen Vorstands des Schweizerischen Bauernverbands, 1930-1933 Sekretär des St. Galler Bauernverbands sowie 1931-1933 Sekretär der Landwirtschaftlichen Gesellschaft des Kantons St. Gallen. Unter dem Pseudonym Peter Finkli verfasste er Beiträge für den St. Galler Bauern. Pestalozzi förderte die Gründung von landwirtschaftlichen Organisationen sowie der Landwirtschaftlichen Schule in Flawil 1932 und vertrat als Mitglied des Landwirtschaftlichen Klubs die bäuerlichen Interessen in der Bundesversammlung. Seine Tochter Hanni Pestalozzi, die auf dem Hofberg mitarbeitete, engagierte sich vor allem in Bäuerinnenvereinigungen.

Quellen und Literatur

  • St. Galler Bauer, 20.5.1933, S. 563-565.
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Zitiervorschlag

Göldi, Wolfgang: "Pestalozzi, Friedrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 16.09.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006651/2020-09-16/, konsultiert am 24.11.2020.