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OttoWartmann

25.2.1890 Griesenberg (heute Gemeinde Amlikon-Bissegg), 17.1.1959 Frauenfeld, reformiert, von St. Gallen, 1948 Ehrenbürger von Griesenberg. Sohn des Adolf, Grosslandwirts und Käsers, und der Anna geborene Herzog. 1916 Mathilde Anna Göldi, Tochter des Johannes, Landwirts. 1905-1907 Handelsschule Bex, 1907-1909 Landwirtschaftsschule Arenenberg und Molkereischule Rütti-Zollikofen. Ab 1914 Leitung des elterlichen Betriebs mit Käserei und zwölf Angestellten, 1921 Hofteilung mit seinem Bruder Karl. Ab ca. 1920 Mitglied der FDP, ab 1919 Gemeinderat und 1936 Gemeindeammann von Amlikon. 1923-1959 thurgauischer Kantonsrat (1936-1937 Präsident). 1932-1959 nichtständiger Oberrichter. 1935-1959 BGB-Nationalrat (1948-1955 Fraktionspräsident). Aktive Mitarbeit in zahlreichen land- und milchwirtschaftlichen Organisationen. Als Kantonsrat engagierte sich Otto Wartmann vor allem für die Viehzucht, ein neues Flurgesetz und einen besseren Finanzausgleich. Als klassischer Vertreter der grossbäuerlichen "Puffertheorie" (Erich Gruner) verkörperte Wartmann den neuen Typ des Unternehmer-Landwirts, der seinen Betrieb laufend modernisierte.

Quellen und Literatur

  • Thurgauer Bauer 106, 1959, 135-138
  • Thurgauer Jb., 1960
  • M. Wartmann, Otto Wartmann, Holzhof, 1890-1959, 1983 (KBTG)
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Zitiervorschlag

André Salathé: "Wartmann, Otto", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 23.08.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006738/2013-08-23/, konsultiert am 22.02.2024.