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AlfredWeber

19.11.1923 Linthal,26.3.2015 Altdorf (UR), katholisch, von Rothrist und Altdorf. Sohn des Alfred Weber, Webermeisters, und der Katharina geborene Planzer. 1952 Viktoria Rothenfluh, Tochter des Josef Rothenfluh, Metzgermeisters. Mittelschule in Altdorf und Zug, Rechtsstudium in Zürich und Bern, 1950 Dr. iur., 1951 Urner Anwalts- und Notariatspatent, ab 1951 Anwalts- und Notariatskanzlei in Altdorf. 1952-1958 Urner Landrat, 1952-1963 Erziehungsrat, 1955-1958 Gemeindevizepräsident von Altdorf, 1958-1976 Urner Regierungsrat (1964-1966 und 1968-1970 Landammann), 1963-1979 Nationalrat (1967-1970 Präsident der Fraktion der Freisinnig-Demokratischen Partei, 1970-1971 Nationalratspräsident). Als Vorsteher der Polizei- und Militärdirektion sowie der Finanzdirektion oblag Alfred Weber insbesondere die Reorganisation des Polizeiwesens und die Modernisierung des Finanzhaushalts des Kantons Uri. 1969 verzichtete er auf eine Bundesratskandidatur. 1976-1981 präsidierte Weber die Auslandschweizerorganisation, 1981-1986 den Touring-Club der Schweiz (TCS). Der dynamische Magistrat genoss in Staatsrechts-, Wirtschafts- und Finanzfragen hohes Ansehen. 1977 wurde ihm das Ehrenbürgerrecht der Korporation Uri, 1978 dasjenige der Gemeinde Silenen verliehen.

Quellen und Literatur

  • Weber, Alfred: Die rechtliche Stellung der Korporation Uri im Kanton, 1952.
  • Muheim, Hans: Zum Rücktritt von Landammann und Regierungsrat Dr. Alfred Weber, Altdorf, aus dem Regierungsrat des Kantons Uri auf den 31. Mai 1976, Ms., 1976 (Kantonsbibliothek Uri, Altdorf).
  • Urner Wochenblatt, 1988, Nr. 90; 1993, Nr. 91; 1995, Nr. 93.
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Zitiervorschlag

Stadler, Hans: "Weber, Alfred", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 15.06.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006741/2020-06-15/, konsultiert am 24.09.2020.