de fr it

FritzReimann

22.9.1924 (Friedrich) Oberhof,7.11.2018 Thun, kath., von Oberhof. Sohn des August, Kleinbauern und Försters, und der Klara geb. Studer. 1955 Ruth Erismann, Tochter des Friedrich. Werkzeugmacherlehre in Baden, Stage in Frankreich. 1951 vollamtl. Gewerkschaftssekr. in Aarau. 1959 SMUV-Sekr. in Thun, wo er fortan wohnte. 1973 Zentralsekr. des Smuv in Bern, u.a. zuständig für das Werkstättepersonal der Militärbetriebe des Bundes. 1980-88 vollamtl. Präs. des Smuv (eine Statutenänderung ermöglichte ihm eine zweite vierjährige Amtsperiode). 1982-90 Präs. des Schweiz. Gewerkschaftsbunds. In der Tradition des Smuv betonte R. die Wichtigkeit von Gesamtarbeitsverträgen - auch während wirtschaftlich schwieriger Zeiten. 1962-76 SP-Stadtrat in Thun, 1974-78 Berner Grossrat, 1979-91 Nationalrat (Präs. der Militärkomm. und der Komm. zum Arbeitsvermittlungsgesetz). Die gewerkschaftl. Anliegen spiegelten sich auch in seinem polit. Engagement. Teilweise entsprachen seine Positionen nicht derjenigen der SP, so befürwortete R. z.B. Kernkraftwerke. Kritisch stand R. insbesondere der Parteilinken gegenüber, der er vorwarf, den Sorgen der traditionellen Arbeiterschaft immer weniger Gewicht beizumessen.

Quellen und Literatur

  • NZZ, 18.10.1982
  • SMUV-Ztg., 21.12.1988
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF

Zitiervorschlag

Hättenschwiler, Diego: "Reimann, Fritz", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.01.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006776/2012-01-12/, konsultiert am 03.12.2020.