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GiovanniReali

6.11.1774 Cadro, 30.11.1846 Lugano, kath., von Cadro, später auch von Lugano. Sohn des Sebastiano, Stuckateurs und Bildhauers, und der Vittoria Malfanti. Caterina Pavoni. Bruder des Giuseppe (->). Ab 1793 Stud. der Philosophie in Pavia. Als einer der Hauptvertreter der cisalpin. Partei nahm R. am 15.2.1798 am Zug nach Lugano und an den nachfolgenden Unruhen in der Vogtei Mendrisio teil. Dafür wurde er unter Anklage gestellt, aber freigesprochen. Nach den antifranz. Tumulten von 1799 floh er ins Ausland. Zurück im Tessin arbeitete er als Anwalt und Notar und gelangte in der Politik zu beträchtl. Einfluss, v.a. im Luganese. 1803-27 und 1839-46 war R. Tessiner Grossrat, sass 1803-09 im Kl. Rat und 1815-27 im Staatsrat, wurde aber wegen seiner Rivalität mit Giovanni Battista Quadri nicht wiedergewählt. 1830 kehrte er in den Staatsrat zurück (bis 1837) und war 1837-39 Staatsschreiber. Als Staatsrat führte er u.a. mit Österreich und dem Piemont Verhandlungen zur Strasse über den San Bernardino. Überdies war er 1809-13 Richter am Appellationsgericht und am kant. Verwaltungsgericht. Als Mitarbeiter der Zeitschrift "L'Osservatore del Ceresio" unterstützte er die Verfassungsreform von 1830. 1839 gehörte er zu den Gründern der Tessiner Gemeinnützigen Gesellschaft.

Quellen und Literatur

  • A. Galli, «Il costituto di Giovanni R.», in Svizzera Italiana 6, 1942, 286-293
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 6.11.1774 ✝︎ 30.11.1846

Zitiervorschlag

Talamona, Gianmarco: "Reali, Giovanni", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 19.10.2009, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006911/2009-10-19/, konsultiert am 21.10.2020.