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Giuseppe Giovanni BattistaFranzoni

12.3.1758 Cevio, 3.9.1817 Locarno, kath., von Locarno. Sohn des Giovanni Giacomo, Hauptmanns und Obersten in fremden Diensten, und der Teresa Castagna, von Lugano. Paola Odescalchi, aus Como, Tochter des Giovanni Battista, Ratsherrn (decurione), und der Gräfin Luisa d'Andujar. Studien in Lyon und Strassburg, wo er 1775 die militär. Akademie als Oberleutnant der Dragoner abschloss. Nach dem Tod seines Vaters 1775 kehrte F. zur Verwaltung der Güter nach Hause zurück. 1778 wurde er Statthalter der Landvogtei Maggiatal. Er gab dieses Amt 1780 auf, um das Anwalts- und Notariatsstudium aufzunehmen, 1781 übersiedelte er nach Locarno. 1798 wurde F. Vizepräfekt von Locarno und darauf Gouverneur des Maggiatals. 1800-02 war er Präfekt des Kt. Lugano, danach helvet. Senator und Präsident der kant. Tagsatzung. Er war Mitglied der Kommission, welche die an Napoleon zu richtenden Vorschläge für eine neue Verfassung ausarbeitete. F. amtete als Präs. des Verwaltungsgerichts und Mitglied des kant. Gerichts, 1803-15 sass er im Tessiner Grossrat (Präs. 1806-07, 1809, 1811-12), 1805-15 im Kl. Rat (Präs. 1814), 1815 war er Salzsteuerinspektor und 1816 Präs. des Appellationsgerichts. Als moderater, aber überzeugter Republikaner trat er für den Anschluss des Tessins an die Schweiz ein. Seine polit. Aktivitäten in der Helvetik machten F. zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des Kantons, verschafften ihm aber auch viele Feinde. Er hinterliess zahlreiche Schriften und Briefe polit. Inhalts, die teilweise veröffentlicht wurden.

Quellen und Literatur

  • Archiv der Società Storica Locarnese, Lettere 1813-15
  • F. Filippini, «Memorie del Prefetto Giuseppe Giovanni Battista F.», in RST, 1942, 673 f.
  • M. Signorelli, Storia della Valmaggia, 1972
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Lebensdaten ∗︎ 12.3.1758 ✝︎ 3.9.1817