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JosefBrücker

14.4.1923 Altdorf (UR),23.12.2013 Altdorf, katholisch, von Bürglen (UR). Sohn des Josef Brücker, Magazinchefs, und der Johanna geborene Arnold. 1955 Katharina von Dach, Primarlehrerin, Tochter des Eduard von Dach, Werkführers, und der Elisabeth geborene Wagner. Nach der Matura 1943 in Altdorf liess sich Josef Brücker bis 1949 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich zum Ingenieur-Agronom ausbilden. 1950-1988 war er Direktor der Kantonalen Bauernschule Seedorf (UR), ab 1962 auch Lehrbeauftragter für Alpwirtschaft an der ETH Zürich. 1959-1967 präsidierte er die Baukommission in Altdorf; unter seiner Präsidentschaft wurde die erste Abwasserreinigungsanlage Uris errichtet. Für die Konservative Volkspartei (ab 1970 Christlichdemokratische Volkspartei) sass Brücker 1960-1968 im Urner Landrat. 1968-1988 gehörte er dem Regierungsrat an, in dem er zehn Jahre als Erziehungsdirektor (Aufbau der neu geschaffenen Erziehungsdirektion, Ausbau des Schulwesens und Neuordnung des Stipendienwesens), danach als Baudirektor (Nationalstrassenbau, Hochwasserschutz und Energiepolitik) wirkte. 1972-1974, 1978-1980 und 1984-1986 war er Urner Landammann. 1977-1985 präsidierte er den Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verein. Als Vizepräsident der Gemeinnützigen Gesellschaft Uri baute er das 1979 eröffnete Heilpädagogische Zentrum Uri auf. Brücker leistete wesentliche konzeptorientierte Aufbauarbeit für die Urner Politik.

Quellen und Literatur

  • Brücker, Josef: «Land- und Alpwirtschaft», in: Oechslin, Max; Dahinden, Hansheiri (Hg.): Uri, Land am Gotthard, 1965.
  • Brücker, Josef: Werte und Wandel. Reden eines Urner Landammanns, 1988 (mit Porträt).
  • Muheim, Franz: «Zum 70. Geburtstag von Josef Brücker», in: Urner Wochenblatt, 1993/29.
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Zitiervorschlag

Stadler, Hans: "Brücker, Josef", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.08.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006998/2021-08-12/, konsultiert am 22.01.2022.