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Isny

Stadt in Baden-Württemberg (Allgäu), Landkreis Ravensburg. 1096 in villa Ysininensi. 1619 3'074 Einw.; 1871 2'640; 1950 5'101; 2004 14'100. Im Anschluss an das 1096 gegr. Kloster St. Georg entstand eine Marktsiedlung, die 1171 von Gf. Wolfrad von Altshausen-Veringen planmässig erweitert wurde. 1306 wurde sie an die Truchsessen von Waldburg verkauft. Von diesen konnte sich die Stadt 1365 freikaufen und zur Reichsstadt aufsteigen. 1803 kamen Stadt und Kloster an die Gf. von Quadt-Wykradt, 1806 an Württemberg. Seine wirtschaftl. Blüte verdankte I. vom 14. bis Ende 16. Jh. hauptsächlich dem Leinwandhandel; u.a. wurde im 15. Jh. St. Galler Leinwand in I. gefärbt. Die Kaufleute waren z.T. der grossen Ravensburger Gesellschaft angeschlossen, hatten aber auch eigene Kontore. Es bestanden rege wirtschaftl. Beziehungen zur Schweiz. Weiter tauchten Salzhändler aus I. u.a. in Basel (1362) und Schaffhausen (1442-43, 1539-50) auf. Im 15. Jh. nahmen Isnyer Kaufleute an den Messen in Zurzach und Genf teil. Sensen wurden bis nach Genf und Freiburg vertrieben und mit Zürich wurden Handelsverbindungen unterhalten. Im 17. Jh. eröffnete das Isnyer Patriziergeschlecht Eberz eine Handelsniederlassung in Arbon (bis ins 18. Jh.). Seit 1997 existiert eine Städtepartnerschaft mit Flawil.

Quellen und Literatur

  • I. Kammerer, I. im Allgäu, 1956
  • S. Greiffenhagen, Polit. Kultur I.s im Allgäu, 1988
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