de fr it

Valtravaglia

Voralpines Tal in der ital. Provinz Varese, das sich von Grantola bis Germignaga bei Luino am Langensee erstreckt und teilweise vom Bach Margorabbia durchflossen wird. Seine Zentren sind Mesenzana, Domo und Porto. Das Tal wurde in vorgeschichtl. und röm. Zeit besiedelt. Ab dem 8. Jh. war es ein Lehen des Klosters S. Pietro in Cielo d'Oro in Pavia. Im 13. Jh. unterstand es als Kastlanei dem Ebf. von Mailand. Dann bildete es das Lehen V., das Gf. Franchino Rusca 1438 von Filippo Maria Visconti erhielt. 1513 wurde es von der Eidgenossenschaft besetzt, ging aber nach dem Ewigen Frieden von 1516 im Tausch gegen Mendrisio und die Pieve Balerna 1521 an die Rusca zurück. Von da an war sein Schicksal mit jenem des Herzogtums Mailand verknüpft.

Quellen und Literatur

  • E. Motta, «I Rusca signori di Locarno, di Luino, di Val Intelvi, ecc. (1439-1512)», in BSSI, 1895-1900 (Beitr. in mehreren Nr.)
  • C.M. Rota, La V., 1927
Weblinks
Normdateien
GND
Systematik
Umwelt / Tal