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Giovanni AntonioMarcacci

15.8.1769 Locarno, 10.4.1854 Mailand, Locarno, kath., von Locarno. Sohn des Carlo Francesco, Fiskals der Landvogtei Locarno, und der Teresa Ciceri aus Como. Poln. Baron. Ledig. Mittelschulen in Ascona und Mailand, Rechtsstud. in Fulda, Freiburg i.Br. und Pavia (Dr. iur.). 1776 Ernennung zum Fiskal von Locarno nach dem Tod des Vaters, 1793-98 Ausübung des Amts. 1798-1803 Mitglied des helvet. Grossen Rats, des Gesetzgebenden Rats (1801 letzter Präs.), des Senats und des Obersten Gerichts. 1803-04 Tessiner Grossrat und Tagsatzungsabgeordneter. 1804-35 diplomat. Vertreter der Schweiz in Mailand, zuerst als Geschäftsträger in der Ital. Republik, dann - im Rang eines Ehren-Obersten - im Königreich Italien, nach dem Sturz Napoleons als Generalkonsul im österr. Lombardo-Venezianischen Königreich. M. verbrachte seine letzten Lebensjahre als begüterter Grossgrundbesitzer in der Lombardei. Die Stadt Locarno erbte seinen Besitz im Tessin. Der Palazzo Marcacci wurde zum Sitz der Stadtbehörden, die M. ein von Alessandro Rossi geschaffenes Denkmal auf der Piazza Sant'Antonio errichteten. Als helvet. Parlamentarier erreichte M. die Anerkennung des Italienischen als dritter Landessprache; als Diplomat prägte er während Jahrzehnten die Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien.

Quellen und Literatur

  • BAR, diplomat. Korrespondenz
  • StadtA Locarno, FamA M.
  • H.R. Schneider, Giovanni Antonio M., 1975
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 15.8.1769 ✝︎ 10.4.1854

Zitiervorschlag

Rudolf Schneider, Hans: "Marcacci, Giovanni Antonio", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 21.01.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007287/2010-01-21/, konsultiert am 23.11.2020.