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Grimmelshofen

Ehem. Gem. Baden-Württemberg, Landkreis Waldshut, 1973 in Stühlingen eingemeindet. Das frühere Dorf liegt im Tal der Wutach an der Grenze zum Kt. Schaffhausen. 1360 Grimeltzhoffen. 1939 323 Einw.; 1970 358. Nach spätma. Überlieferung gehörte der Ort zum fiscus Schleitheim, den Hzg. Burchard II. von Schwaben im 10. Jh. dem Kloster Reichenau schenkte. Bis 1456/57 bildeten Vogtei, Meieramt und (Nieder-)Gericht zu G. als Lehen der Reichenau einen Bestandteil der Herrschaft Blumegg. 1457 wurden diese Rechte von Reichenau unter Wahrung der Lehensherrschaft an das Kloster St. Blasien verkauft. Ab 1466 wurden nacheinander versch. Schaffhauser Patrizier mit Meieramt und Gericht zu G. belehnt (Im Thurn, von Fulach, von Waldkirch). 1606 verkaufte das Kloster Reichenau auch seine Lehensrechte über G. an St. Blasien, das 1612 zudem die hohe Gerichtsbarkeit erwarb. Diese war im 15. Jh. zwischen den Landgf. von Stühlingen und Schaffhausen als Inhaberin der Mundat am Randen strittig geworden. 1491 war die hohe Gerichtsbarkeit über den westlich der Wutach gelegenen Teil von G. den Landgrafen, diejenige über den östlich des Flusses gelegenen aber Schaffhausen zugesprochen worden. 1722 veräusserte Schaffhausen auch seinen Anteil an St. Blasien. 1806 kam G. zum Grossherzogtum Baden.

Quellen und Literatur

  • Topograph. Wb. des Grossherzogtums Baden 1, bearb. von A. Krieger, 21904, 757
  • Das Land Baden-Württemberg 6, 1982, 1024
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