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Saint-Jean-de-Gonville

Franz. Gem. im Dep. Ain, nahe der Schweizer Grenze bei Dardagny, umfasst die Weiler Choudans, Mornex und Sous-Saint-Jean. 912 Gontianum. 1414 45 Feuerstellen; 1550 62; 1670 270 Einw.; 1790 530; 1846 750; 1954 461; 1982 841; 2006 1429. Zahlreiche Gräber aus der 2. Hälfte des 7. Jh. Um 1100 kam die Kirche Saint-Jean zum Priorat Saint-Victor in Genf. Von den Gf. von Genf ging die Herrschaft S. an die Herren von Gex über, dann an die de Joinville und schliesslich an das Haus Savoyen, das die Herrschaftsrechte unter versch. kleinen Lehensherren aufteilte. Bis ins 17. Jh. war S. Sitz einer Mistralie und ab 1303 eine freie Stadt. S. trat nach der Eroberung des Pays de Gex durch die Berner 1536 zur Reformation über. Nachdem es 1601 zu Frankreich kam, fasste der Katholizismus langsam wieder Fuss. 1790 wurde S. eine Gemeinde. Die Gerberei bildete den wichtigsten Industriezweig. Im 20. und Anfang des 21. Jh. arbeiteten zahlreiche Grenzgänger in der Schweiz (2008 234) und S. zählte viele Schweizer Einwohner.

Quellen und Literatur

  • A. Melo, S., 1983