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Gangolfswil

Der Herrschaftshof G. (um 1150 Gangolfswile) kam im 11. und 12. Jh. teilweise als habsburg. Schenkung an das Kloster Muri, das seine Grundherrschaft 1413 in einem Hofrecht regelte. Ab 1410 kaufte die Stadt Zug die verpfändeten habsburg. Vogteirechte und versuchte in Konkurrenz zu Luzern, das Gebiet an sich zu bringen. 1486 erwarb Zug G. mit Ausnahme des bis 1809 dem Kloster zustehenden Fischzinses und machte das Gebiet zu seiner Vogtei. Die innerhalb der Vogtei gelegene Herrschaft Buonas und die dazugehörende Kollatur der Pfarrkirche Risch konnten jedoch nicht der städt. Hoheit unterworfen werden. Ein in Zug wohnender Obervogt und ein aus den Vogtleuten gewählter Untervogt verwalteten die Vogtei, als deren Verwaltungsmittelpunkt sich Holzhäusern herausbildete. Die inneren Angelegenheiten wurden von der ab 1470 fassbaren Genossame G. geregelt. 1798 gab die Stadt Zug die Vogtei frei. G. wurde als Gem. Risch kurz Teil des helvet. Kt. Waldstätten, dann des Kt. Zug. Der Ortsname G. verschwand.

Quellen und Literatur

  • R. Hediger, Risch, 1986
  • T. Brunner, «G. Zur Gesch. eines Hofes im MA», in Gfr. 145, 1992, 173-197