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Immensee

Dorf und Pfarrei in der Gem. Küssnacht (SZ). 1452 Imise. 2000 1'855 Einw. Das Dorf I. erhielt seinen Namen von jenem Teil des Zugersees, wo der Ritter Immo von Buonas das Fischereirecht innehatte (1260 lacus Ymmois). 1064 besass das Kloster Muri Güter in I. Der Zehntenkreis I. genoss keine polit. Selbstständigkeit, sondern teilte die Geschicke Küssnachts. Die Allmendgenossenschaft war spätestens seit der 2. Hälfte des 14. Jh. in Ober- und Unterimmensee gegliedert. Die 1729 errichtete Kaplanei erhielt 1934 eine neue Kirche (14 Nothelfer) und wurde 1940 zur Pfarrei erhoben. I. war sowohl 1798 (Abwehrkampf gegen die Franzosen) als auch 1847 (Sonderbund) Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. 1896 gründete der savoy. Priester Pierre-Marie Barral ein Knabeninstitut, aus dem das Gymnasium und Missionshaus Bethlehem (Bethlehem Mission Immensee) sowie eine Kalenderfabrik hervorgingen. 1856 wurde I. Standort des Armen- und Waisenhauses des Bez. Küssnacht (Neubau 1936, heute Altersheim). 1882 Station der Gotthardbahn, seit 1981 von der A4 durchschnitten. Ausgewogene Beschäftigungslage: Landwirtschaft, Fremdenverkehr, Industrie.

Quellen und Literatur

  • Qu. zur Gesch. der Landschaft Küssnacht am Rigi, 1982-99
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GND

Zitiervorschlag

Wyrsch, Franz: "Immensee", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 29.01.2007. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007442/2007-01-29/, konsultiert am 26.10.2020.