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GrimmensteinKloster

Kapuzinerinnenkloster des Terziarinnenordens des heiligen Franziskus. Exklave von Appenzell Innerrhoden in der politischen Gemeinde Walzenhausen AR. Patrozinium: Ottilia. Bis 1814 Diözese Konstanz, seit 1866 Diözese St. Gallen.

1378 auf der Hofstatt Äschach entstandene Beginensammlung, 1424 in die Nähe der Burgruine Grimmenstein verlegt und dort als Kloster für Waldschwestern vom St. Galler Abt Kuno von Stoffeln erbaut. In Grimmenstein, noch 1593 unter Observanz der Franziskaner-Konventualen, fand die vom Kapuziner Ludwig von Sachsen begründete Pfanneregger Reform 1604 Eingang durch Frau Mutter Verena Tecker. Nach der Landesteilung Appenzells (1597) war Innerrhoden für die weltlichen Belange des Klosters zuständig. Nach politischen Zwisten wies der Bundesrat 1870 das Klosterareal Innerrhoden, den Besitz ausserhalb der Klostermauern Ausserrhoden zu. Der Konvent umfasste 1794 14, 1940 45, 1994 21, 2001 15 Mitglieder. 1892 entstand der Tochterkonvent St. Francis in Nevada (USA). Die Klosterkirche ist seit 1953 Pfarrkirche für die Katholiken von Walzenhausen.

Quellen und Literatur

  • HS V/1; V/2, 1017-1031
  • Kdm AI, 1984, 522-538
  • H.J. Hösli, Kloster St. Ottilia Grimmenstein, 2000
Weblinks
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GND

Zitiervorschlag

Christian Schweizer: "Grimmenstein (Kloster)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 24.08.2016. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007455/2016-08-24/, konsultiert am 14.06.2024.