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Wonnenstein

Kapuzinerinnenkloster des Terziarinnenordens des heiligen Franziskus. Exklave von Appenzell Innerrhoden in der Gemeinde Teufen (AR). Patrozinium: Maria. Bis 1814 Diözese Konstanz, seit 1866 Diözese St. Gallen.

1381 beschenkte der St. Galler Abt Kuno von Stoffeln einige Waldschwestern mit einer Hofstatt. Die Schwestern, die ab dem 15. Jahrhundert unter der Leitung der oberdeutschen Franziskaner-Konventualen standen, gingen in der Reformation für kurze Zeit ihres Klosters verlustig. Anna Wäspi von Jonschwil, 1596 aus dem Kloster Pfanneregg bei Wattwil nach Wonnenstein gesandt, stellte als Frau Mutter mit der Durchführung der Pfanneregger Reform Wonnenstein unter den Einfluss der Kapuziner. Nach der 1597 erfolgten Teilung Appenzells war die territoriale Zugehörigkeit Wonnensteins umstritten, bis 1870 ein Bundesbeschluss festlegte, dass alles Gebiet innerhalb der Klostermauern zu Appenzell Innerrhoden gehöre. Der Konvent umfasste 1616 21 Mitglieder; 1938 47; 2000 11. Wonnenstein war Mutterkloster des 1851 gegründeten Klosters Jakobsbad. Die Medikamente der Klosterapotheke sind seit 1924 gesetzlich anerkannt.

Quellen und Literatur

  • HS V/2, 1104-1110; IX/2, 173-182
  • Kdm AI 1984, 538-556

Zitiervorschlag

Christian Schweizer: "Wonnenstein", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.11.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007456/2013-11-20/, konsultiert am 07.02.2023.