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Waltersberg

Am nordwestlichen Fuss des Buochserhorns gelegener, aus Einzelhöfen bestehender Teil der Gemeinde Oberdorf NW. 1199/1210 Waltirsperch (Urbar von Engelberg). Robert Durrer vermutet beim Gut Wyngarten die Wohnstatt der Edlen von Waltersberg, die im 14. Jahrhundert Nidwaldens Politik bestimmten. Ab dem 15. Jahrhundert ist Waltersberg als Ürte nachgewiesen. Die Errichtung der St.-Anna-Kapelle 1702 führte zur Einführung einer landesweiten Bewilligungspflicht für Kirchenbauten. Nach der Abwanderung der ursprünglichen Ürte-Geschlechter Zelger, Durrer, Häder, Zrotz, Studhalter, Zumbühl und Bünter sind zu Beginn des 21. Jahrhunderts einzig noch Angehörige der Familie Flühler in kleiner Anzahl ürteberechtigt. Seit 1974 erschliesst eine Strasse die Waldungen am Buochserhorn.

Quellen und Literatur

  • Kdm Unterwalden, 21971, 1008-1010
  • J. Achermann, Die Korporationen von Nidwalden, 1979, 176-179
  • H. Hug, V. Weibel, Nidwaldner Orts- und Flurnamen 1, 2003, 300-303

Zitiervorschlag

Peter Steiner: "Waltersberg", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.08.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007481/2013-08-20/, konsultiert am 13.08.2022.