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Oberrickenbach

Weiler in der polit. Gem. Wolfenschiessen NW, auf 900 m in einem Seitental des Engelbergertals gelegen. 2005 zirka 200 Einw. Die Besiedlung O.s reicht ins 13. Jh. zurück. 1418 wird die Nutzungsgemeinschaft der Bauern (Uerte O.) erstmals erwähnt. 1601 zerstörte ein Erdbeben die 1565-66 errichtete Kapelle. Der Bau von 1602 wurde 1786 durch einen Neubau nach Plänen von Johann Anton Singer ersetzt. 1808 verschüttete eine Lawine dreizehn Gebäude und forderte sechs Tote. Die Übernutzung des Schutzwaldes begünstigte weitere Zerstörungen durch Lawinen und Murgänge und erzwang forstl. und techn. Sicherungsmassnahmen (1896, 1966, 2005). O. wurde 1868-70 mit einer Strasse erschlossen. Deren Ausbau 1979-80 bremste die Abwanderung. Das erste Schulhaus wurde 1786 erwähnt (2008 Schulbetrieb eingestellt). 1905 errichtete Louis Jecker das Kurhaus Brisen, das seit 1918 der Stadt Luzern gehört. Zwei Pendelbahnen erschliessen das Wander- und Skigebiet auf der Bannalp bei O. Seit 1937 ist O. Standort des Elektrizitätswerks Bannalp.

Quellen und Literatur

  • «O.», in Steibock, 1978, Nr. 24, 17-21
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