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Kernwald

Der Kernwald ist ein etwa 420 ha umfassender Buchenwald nördlich von Kerns und östlich des Wichelsees und bildet seit dem Mittelalter die Grenze zwischen Ob- und Nidwalden, deren Namen sich auf ihn beziehen. Ob sein Name romanischen oder alemannischen Ursprungs ist und ob ein Zusammenhang mit dem Wort Kern oder der Gemeinde Kerns besteht, ist nicht geklärt. Der Kernwald bildete einst zusammen mit den Bergwäldern unterhalb des Ächerlis eine kompakte Waldfläche, die heute durch ländliche Siedlungen wie Siebeneich, Wisserlen und St. Jakob unterbrochen ist. Am 9. September 1798 durchquerten die Franzosen den Wald auf ihrem Marsch nach Stans. Heute ist der Kernwald ein gut erschlossenes Naherholungsgebiet.

Quellen und Literatur

  • F. Ringwald, Wirtschaft und Besiedlung des Kt. Obwalden, 1934
  • A. Hug, V. Weibel, Nidwaldner Orts- und Flurnamen, 2003
Systematik
Umwelt / Wald

Zitiervorschlag

Edy von Wyl: "Kernwald", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 30.10.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007493/2013-10-30/, konsultiert am 18.07.2024.